Der neue Quartierteil Hunziker-Areal in Schwamendingen ist ein ökologisches und gemeinschaftliches Mehrgenerationenprojekt. Die ersten der 1400 Menschen sind bereits eingezogen.
Unablässig raucht es aus dem Kamin der Kehrrichtverbrennungsanage. In Sichtweite liegen die Gebäude des Schweizer Fernsehens. Der Bahnhof Oerlikon ist in Fussdistanz zu erreichen, genauso wie der künstliche See des Opfikoner Glattparks. Das Hunziker-Areal befindet sich zwischen Hagenholz- und Andreasstrasse in Schwamendingen. Früher sprach man über das Unterschichtsquartier verächtlich vom «Negerdörfli». Heute befindet sich dort eine der interessantesten Wohnsiedlungen der Stadt.
Seit vier Wochen werden die ersten von 13 Wohnblocks der Genossenschaft «Mehr als Wohnen» (maw) von den Mietern bezogen. Im Zwei-Wochen-Takt geht es bis Anfang Mai 2015 so weiter, dann sollen rund 1400 Menschen in der neuen Siedlung leben. Eine gewaltige logistische Herausforderung. «Wir wissen gar nicht, wie wir das organisatorisch bewältigen werden», sagt maw-Geschäftsführerin Monika Sprecher.
tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Vom-Negerdoerfli-zur-Vorzeigesiedlung